3D Drucker hilft in (Corona) Krise

Was tun wenn der Leim am Duschkorb unverhofft den Geist aufgibt und mit lauten Krachen am Boden liegen bleibt? Normalerweise würden wir ja in den nächsten Baumarkt gehen und ein neues schönes Objekt aussuchen und es ohne grosse Umwege wieder montieren. Wenn aber das ganze Land mehr oder weniger geschlossen ist und man nicht im Internet etwas kaufen will, muss man sich selber helfen.

Gesagt getan. Ein Griff zum Messschieber und das CAD Tool der Wahl gestartet und einen passenden Duschkorb zeichnen. Das wichtigste hierbei ist, dass das Wasser auch schnell wieder aus dem Korb ablaufen kann, damit dieser nicht unnötig schwer wird und auch kein Stauwasser mögliche Schäden verursachen könnte.

Wir werden es zwar in PETG drucken, aber man kann nie wissen. Gemäss der Theorie sollte es kein Problem geben – aber wir können auch nicht abschätzen wie sich Seifenwasser und PETG auf die Dauer verhält.

AUch die Schraube wurde selber gedruckt – initial wollten wir einfache Nylonschrauben verwenden, da wir aber keine solchen vorrätig hatten, war die einfachste Lösung diese selber zudrucken. Aufgrund der Grösse des Gewindes entschieden wir uns für eine M6 Schraube und Mutter.

Nach fast sechs Stunden Druckzeit hatten wir unsere erste Version eines Duschkorbes in den Händen – im Nachhinein würden wir nicht mehr soviele Löcher rein planen, zum einen schwächt das die Struktur und zum anderen erhöht es auch deutlich die Druckzeit. Eine nächste Version ist bereits geplant, diesesmal vielleicht mit geraden Linien anstelle von Löchern.